DFG-Graduiertenkolleg
»Geistiges Eigentum und Gemeinfreiheit«
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    Veranstaltungen Vergangene Veranstaltungen 2013 Blockseminar in Schloss Thurnau Stand:  02.04.2014
 

Blockseminar des Graduiertenkollegs „Geistiges Eigentum und Gemeinfreiheit“ im Schlosshotel Thurnau

Vom 28. bis 30. November 2013 fand das Blockseminar des Graduiertenkollegs „Geistiges Eigentum und Gemeinfreiheit“ der UniversitĂ€t Bayreuth statt. Zu Gast waren wir im Schlosshotel Thurnau, einer beeindruckenden Schlossanlage im Landkreis Kulmbach in Oberfranken.

 

Nach der BegrĂŒĂŸung durch Herrn Prof. Dr. GrĂŒnberger und einem kurzen Überblick ĂŒber das anstehende Programm, eröffnete Björn Schulz mit dem Thema „Fußball-Tickets in Deutschland – Frei handelbare WirtschaftsgĂŒter?“ die VortrĂ€ge. Er gab einen Überblick ĂŒber sein Dissertationsvorhaben, skizzierte eine vorlĂ€ufige Gliederung und machte insbesondere deutlich, dass verschiedene Rechtsgebiete im Rahmen seiner Dissertation eine Rolle spielen. Bei der anschließenden Diskussion wurde auch in Bezug auf die anderen Kollegiaten der richtige Umgang mit einem sehr umfangreichen Dissertationsstoff angesprochen. Nach einer kurzen Kaffeepause trat thematisch das Markenrecht in den Vordergrund. Lena Tofaute sprach hierzu ĂŒber „Die rechtserhaltende Benutzung neuer Markenformen“. Sie wies in ihrem Vortrag unter anderem auf den bisher sehr ĂŒberschaubaren Forschungsstand zu dem Thema und die damit verbundenen Schwierigkeiten hin. Auch in der Diskussion zu diesem Thema traten schnell Punkte in den Vordergrund, die ĂŒber das Vortragsthema hinaus wertvolle Anregungen fĂŒr alle anwesenden Kollegiaten boten. Das Abendessen fand am Donnerstag im Restaurant des Schlosses statt, an das sich ein sehr gemĂŒtliches Beisammensein anschloss.

 

Am Freitag referierte zunĂ€chst Sabrina Weichselbaum ĂŒber ihr Dissertationsthema „Der urheberrechtliche Erschöpfungsgrundsatz im Digitalzeitalter.“ Bereits hier entwickelte sich eine rege Diskussion zur AktualitĂ€t des Themas, aber auch zu allgemeinen ErwĂ€gungen wie Aufbau und Struktur einer Dissertation. DarĂŒber hinaus ermutigte Prof. Dr. Klippel die Kollegiaten eindrĂŒcklich zu radikalen eigenen Gedanken in ihrer Arbeit. Ganz im Sinne dieser Forderung stand der anschließende Vortrag von Julian Hacker. In seiner kritischen PrĂ€sentation „Patente auf Alles“ stellte er die Legitimation der PatentierungsausschĂŒsse in Frage. Hierauf schloss sich eine angeregte Diskussion zwischen den Teilnehmern dahingehend an, ob die vertretene Ansicht in ihrer Absolutheit tatsĂ€chlich Bestand haben könne. Der darauf folgende Vortrag von Catharina Dresel befasste sich ebenfalls mit Fragen des Patentrechts, nĂ€mlich konkret mit dem „Trennungsprinzip im Patentrecht“. In ihrem Vortrag wurde nicht nur das bestehende patentrechtliche Verfahrenssystem vorgestellt und analysiert, sondern insbesondere auch VorschlĂ€ge zur Reform des Verfahrenssystems bewertet.

Der anschließende historische Rundgang durch die Anlage erschloss uns die frĂŒheren KellerrĂ€ume der Schlossherren, erklĂ€rte uns die verschiedenen Fehden zwischen den herrschenden Familien und fĂŒhrte uns schließlich in die St. Laurentiuskirche, die beeindruckende Pfarrkirche des oberfrĂ€nkischen Marktes. Das Abendessen fand schließlich in sehr gemĂŒtlicher AtmosphĂ€re in einem nahe gelegenen Gasthaus statt.

Am letzten Tag der Tagung stand nur noch ein Vortrag auf dem Programm. Christian Böhler stellte seine Arbeit „VerbraucherschĂŒtzende Informationspflichten im Lauterkeitsrecht – eine Untersuchung im Lichte der Behavioral Economics“ vor. In der sich anschließenden Diskussion standen insbesondere der interdisziplinĂ€re Charakter der Arbeit und die damit verbundenen Schwierigkeiten im Vordergrund.

In der Abschlussbesprechung zeigten sich Professoren (am Wochenende anwesend: Prof. Dr. GrĂŒnberger, Prof. Dr. Klippel sowie teilweise Prof. Dr. Heermann und der PrĂ€sident der UniversitĂ€t Bayreuth, Prof. Dr. Leible sowie als assoziiertes Mitglied Prof. Dr. Ansgar Ohly, LMU MĂŒnchen) und Kollegiaten besonders vom Niveau der VortrĂ€ge sehr angetan. Auch der inhaltliche Gehalt der Diskussionen und die Diskussionskultur fĂŒhrten zu einem positiven Fazit der Veranstaltung. Von den Kollegiaten wurde der Wert des Seminars fĂŒr die eigene wissenschaftliche Arbeit als Folge die kritischen BeitrĂ€ge der Kollegiaten und Professoren besonders hervorgehoben.

 

 

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