DFG-Graduiertenkolleg
»Geistiges Eigentum und Gemeinfreiheit«
...zur Homepage der Universität
    Veranstaltungen Vergangene Veranstaltungen 2009 Blockseminar Kloster Banz 2009 Stand:  30.05.2013
 

Blockseminar in Kloster Banz vom 10. bis 12. Juli 2009

Zum Abschluss des Veranstaltungsprogramms im Sommersemester 2009 fand vom 10. bis 12. Juli in Kloster Banz das nunmehr sechste Blockseminar des seit 2006 an der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen FakultĂ€t der UniversitĂ€t Bayreuth bestehenden DFG-Graduiertenkollegs „Geistiges Eigentum und Gemeinfreiheit“ statt.

Die landschaftlich schön gelegene ehemalige Benediktiner-Klosteranlage, die sich seit 1978 im Eigentum der Hanns-Seidel-Stiftung befindet, bietet einen einmaligen Ausblick auf das weite Umland und beherbergt in den historischen GebĂ€uden heute ein modernes Bildungs- und Begegnungszentrum. Hier fand das Graduiertenkolleg ideale Tagungsbedingungen und eine herrliche Kulisse fĂŒr die Tagung vor. Neben den Kollegiaten des Graduiertenkollegs nahmen auch die Hochschullehrer Prof. Dr. Volker Emmerich, Prof. Dr. Peter W. Heermann, LL.M., Prof. Dr. Diethelm Klippel (Sprecher des Graduiertenkollegs), Prof. Dr. Knut Werner Lange, Prof. Dr. Stefan Leible und Prof. Dr. Ansgar Ohly, LL.M. (stv. Sprecher), an dem Seminarwochenende teil.

Das Tagungsprogramm bot insgesamt sechs VortrĂ€ge, die jeweils von einem der derzeit 21 Mitglieder des Graduiertenkollegs gehalten wurden. Die Themen der jeweils dreißigminĂŒtigen VortrĂ€ge spiegelten das sehr vielfĂ€ltige Forschungsspektrum des Graduiertenkollegs wieder. So reichten die ersten Referate von der Problematik der Verwertungsrechte an Sportveranstaltungen ĂŒber die Vergabe von TV-Übertragungsrechten an der Fußballbundesliga und das Schicksal von Lizenzen in einem Insolvenzverfahren bis hin zur strafrechtlichen Durchsetzung des Geistigen Eigentums unter Bezugnahme auf das europĂ€ische Recht. Den Abschluss des Seminars bildeten Referate zu den Themen der wettbewerbsrechtlichen Be-handlung des Reverse Engineering in Deutschland und den USA sowie die kulturhistorische und verfassungsrechtliche Analyse des geistigen Eigentums in der Informationsgesellschaft.

Im Anschluss an die dreißigminĂŒtigen VortrĂ€ge erfolgte jeweils eine einstĂŒndige Diskussion, in der die wissenschaftliche QualitĂ€t der VortrĂ€ge durchweg gelobt wurde. Die Debatte gestaltete sich im Anschluss an alle VortrĂ€ge – trotz der inhaltlich sehr unterschiedlichen Themen – ausgesprochen lebhaft. Hier zeigte sich einmal mehr die ausgeprĂ€gte Diskussionskultur des Graduiertenkollegs. Durch den ausgiebigen Meinungsaustausch wurde der Zweck der Veranstaltung, dem jeweiligen Referenten eine wertvolle RĂŒckmeldung zum Stand, Fortschritt und QualitĂ€t seiner Arbeit zu geben, mehr als erfĂŒllt. Jedoch konnten nicht nur der Referent, sondern auch diejenigen Mitglieder des Graduiertenkollegs, die selbst nicht vortrugen, Anregungen fĂŒr ihre eigene Arbeit gewinnen. Grund hierfĂŒr ist, dass viele der sehr speziellen Fragestellungen letztlich in der gemeinsamen Grundproblematik wurzeln, der sich das Graduiertenkolleg mit seiner Arbeit zuwendet: dem Spannungsfeld zwischen Monopolisierung durch EinrĂ€umung von Schutzrechten und dem gegenlĂ€ufigen Interesse der Allgemeinheit an Gemeinfreiheit.

Neben den wissenschaftlichen Tagungspunkten bot das Programm mit einem Ausflug ins nahe gelegene Bamberg am Samstagnachmittag, einschließlich einer kompetent geleiteten StadtfĂŒhrung, auch ein interessantes kulturelles Rahmenprogramm. Ein gemĂŒtliches Beisammensein im Bierkeller des Klosters am Freitagabend sowie am Samstagabend in der Bamberger Altstadt bei frĂ€nkischen SpezialitĂ€ten rundete die Tagung ab.



 

    Webmaster Druckfreundliche Ausgabe der Seite